Über
Hans Hofmann wurde am 25. Juli 1902 in Wien geboren und lebte dort bis zum Einrücken zum Militär. Sein Vater war Maler, Grafiker und Lithograph. Er arbeitete auch für die österreichischen Landeshauptstädte und war ein gesuchter Meister seines Faches. Nach Absolvierung einer Baufachschule war Hans Hofmann einige Jahre im Baufach tätig. In dieser Zeit kam es ihm zum Bewusstsein, dass andere Talente in ihm vorhanden waren.
Es war sein Vater, der es ihm ermöglichte die Akademie für angewandte Kunst zu besuchen. Im 3. Semester seines Studiums wurde ihm bei einem großen Preisausschreiben der 1. Preis zuerkannt und daraufhin ein Stipendium gewährt. Nach Beendigung seiner 5jährigen Studienzeit arbeitete er meist selbständig neben seinem Lehrberuf ab 1936 bis zum Einrücken.
Ab 1945 war er mit seiner Familie in der malerischen Stadt Enns in Oberösterreich ansässig und widmete sich völlig der darstellenden Kunst. So war es ihm auch möglich, jährlich Kollektivausstellungen in Enns und Steyr zu veranstalten. Hans Hofmann zeigte seine Arbeiten aber auch in Linz, Graz, Amstetten, St. Pölten, München usw.
Zwischendurch hatte er Aufträge namhafter Firmen für graphische Arbeiten, Entwürfe und Gestaltung von Prospekten, Jubiläums-Festschriften und Urkunden sowie museale Aufträge im Rahmen der archäologischen Grabungen in LAURIACUM.
Hans Hofmann heiratete im Jahre 1936 seine Frau Gertrude und hatte das Glück, vier gesunde Kinder heranwachsen zu sehen. Besonders in den Jahren nach dem 2. Weltkrieg galt es, einen harten Kampf zu bestehen, um sich in der historischen Stadt ENNS eine neue Heimat aufzubauen. Mit einer BMW-Beiwagenmaschine wurde es möglich, auch weiter gesteckte Ziele zu erreichen, um unser schönes Österreich in Bildern festzuhalten.
Sommer und Winter malte Hans Hofmann an Ort und Stelle seine stimmungsvollen Aquarelle. Besonders Südtirol lag ihm am Herzen und war jedes Jahr eines seiner Ziele. Er war von Jugend an begeisterter Bergsteiger und gegen sich selbst sehr hart. So hielt er es auch bei seinen Studienfahrten. Gegen Wind und Wetter wurde getrotzt und Schirm und Klepper-Mantel waren seine steten Begleiter. Die Kälte ist in manchen seiner Bilder spürbar, die er in großer Höhe, oft in Gipfelnähe, festhielt.
Mit den Jahren wurde dann ein Wagen angeschafft der es möglich machte unabhängig und bei Sonnenaufgang am Ort des Motives zu sein. Die Herrlichkeit eines Sommermorgens mit den ersten Strahlen auf gleißenden Gipfeln erhöhte die Arbeitslust. Diese mit der Seele empfundenen Eindrücke verstand er in einer Duftigkeit wiederzugeben, die Kenner mit den Worten ausdrückten: „Der HOFMANN kann die Luft malen!“.
Doch ebenso sicher verstand er es, kunst- und kulturhistorische Bauten in ihrer Klarheit darzustellen. Sei es die Gotik des Stephansdomes, der Reiz unserer mittelalterlichen Städtchen oder die jeden Kunstkenner anziehenden Stätten alter Kultur, wie Griechenland, Italien, Spanien usw.
Alle seine Werke legen Zeugnis ab für sein unermüdliches Schaffen und großes Können.




